Untersuchungen zur frühneolithischen Besiedlung auf der Bucova pusta IV

Frühneolithische Fundplätze im rumänischen Banat.

Die Bucova pusta liegt auf halber Strecke zwischen den Ortschaften Sânnicolau Mare und Dudestii Vechi im äußersten Westen Rumäniens, nahe der Grenze zu Ungarn und Serbien. Die Untersuchungen zur frühneolithischen Besiedlung konzentrieren sich auf einen von dem ungarischen Gelehrten Kisléghi Nagy Gyula vor über 100 Jahren lokalisierten niedrigen Hügel (Bucova pusta IV) der späten Kupferzeit. Die steppenartige und extrem flache Landschaft wird durch kleinere Nebenflüsse der Theiß gegliedert, an denen sich auch die Besiedlung der frühesten Ackerbaukulturen des Banats orientierte. Durch periodische Überschwemmungen des Landes vor der Regulierung des Gewässernetzes durch die österreich-ungarische Herrschaft im 17.-19. Jahrhundert liegt die frühneolithische Siedlung unter einem dicken Kolluvium begraben. Durch die Bodeneingriffe des mittelalterlichen Bestattungsplatzes sind allerdings frühneolithische Siedlungsfunde bis an die heutige Ackeroberfläche gelangt, wodurch der Fundplatz entdeckt werden konnte. 

 

Die Forschungen des Institutes frür Ur- und Frühgeschichte der Eberhard Karls Universität Tübingen in Kooperation mit dem Museum des Banats in Timisoara begannen im Jahr 2009.

 

Seit 2012 werden die Untersuchungen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert.

 

Projektleitung: Raiko Krauß

YouTube-Video zu den Arbeiten auf der Bucova Pusta IV im Rahmen des SFB 1070

Arbeitsgruppe: Dr. Dan Ciobotaru (Timisoara); Mario Gavranovic (Wien); Jonas Abele (Tübingen); Clemens Schmid (Köln); Andrea Josza (Timisoara); Dr. Bernhard Weninger (Köln); David Matzig (Kiel)

 

Zu den Arbeiten in den Jahren:

2009

2010

2012

2013

2014

2015