Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie

Diese Reihe, die mit Unterstützung des Vereins zur Förderung der Archäologie des Mittelalters Schloß Hohentübingen e.V. von der Abteilung Archäologie des Mittelalters herausgegeben wird, nimmt umfassendere Forschungsarbeiten auf. Sie erscheint beim Verlag Dr. Faustus.

 

  • S. Frommer /
    A. Kottmann,
    Die Glashütte Glaswasen im Schönbuch. Produktionsprozesse, Infrastruktur und Arbeitsalltag eines spätmittelalterlichen Betriebs.
    Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie 1 (Büchenbach: Faustus 2004) 340 S., 35 Taf.. : Ill., graph. Darst., Kt.. + 1 CD-ROM.

 

Die Edition der Glashütte Glaswasen bei Bebenhausen im Schönbuch (Baden.Württemberg) versucht konsequent die beiden Quellenstränge Befund und Fund zu kombinieren und somit das Aussagepotenzial des "archäologischen Kontextes" zu erhöhen. Im Vordergrund steht die Rekonstruktion der konstruktiven Elemente der Produktionsanlage und der dort räumlich eingebundenen Produktionsprozesse. [...]

Der Band stellt die unterschiedlichen Produktionseinrichtungen vor und erläutertderen Funktionsweise. Des Weiteren werden die zahlreichen Fundgattungen - bis hin zum geöhnlich verkannten Produktionsabfall - dargestellt und je nach Aussagepotenzial ihrer individuellen Ausformung bzw. ihrer räumlichen Verteilung in diverse Argumentationsstränge eingebunden. Die Ausführungen werden ergänzt durch zahlreiche Pläne - sowie durch zielgebundene mineralogische Analysen und die minutiöse Vorlage der Quelle selbst, die in der beigelegten CD-Rom enthalten sind.

 

  • S. Frommer,
    Historische Archäologie. Versuch einer methodologischen Grundlegung der Archäologie als Geschichtswissenschaft.
    Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie 2 (Büchenbach: Faustus 2007) 393 S., Ill., graph. Darst., Kt.

 

In der vorliegenden Arbeit wird [...] zum ersten Mal der Versuch unternommen, ein methodologisches Gesamtkonzept der RAchäologie als Geschichtswissenschaft zu formulieren. Ausgehend von einer umfangreichen quantitativen Untersuchung des weiten Quellenspektrums der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit wird das 'historische Potenzial' der materiellen archäologischen Quellen erstmals einer systematisierenden Betrachtung unterzogen. Eine parallel dazu durchgeführte Untersuchung der mittelalter- und neuzeitarchäologischen Interpretationspraxis gibt Einblick in produktive sowie eher problematische Elemente der bislang noch weitgehend unreflektierten Deutungspraxis unserer Disziplin.

 

  • B. Scholkmann/S. Frommer/C. Vossler/M. Wolf (Hg.),
    Zwischen Tradition und Wandel. Archäologie des 15. und 16. Jahrhunderts.
    Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie 3 (Büchenbach: Faustus 2009) 544 S.

 

Dieser dritte Band der Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie präsentiert die Vorträge einer internationalen Fachtagung, die im Februar 2007 auf Schloss Hohentübingen stattfand. In 49 Beiträgen widmen sich Archäologen, Historiker, Bauforscher, Archäobotaniker und Klimaforscher aus ganz Europa der Frage, ob und wie sich der geistesgeschichtliche Umbruch der Zeit um 1500 auch in materiellen Hinterlassenschaften fassen lässt. Wo finden sich Kontinuitäten vom 15. ins 16. Jahrhundert hinein, wo markieren Brüche eine deutliche Wendezeit?

 

  • E. Huwer,
    Apotheke um 1600. Untersuchungen zur Sachkultur im Spiegel archäologischer Quellen aus dem süd- und südwestdeutschen Raum.
    Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie 4 (Büchenbach: Faustus 
    2011) 312 S.

 

  • A. Kottmann,
    St. Walburga in Meschede. Der karolingische Bau und das Schalltopfensemble.
    Tübinger Forschungen zur historischen Archäologie 5 (Büchenbach: Faustus 2015
    ) 575 S., farbig incl. Beilage CD, Hardcover.

 

Die Funde und Befunde der ehemaligen karolingischen Stiftskirche wurden im Zuge einer Dissertation (Aline Kottmann) und einer Magisterarbeit (Olaf Goldstein) ausgewertet. Die Befunde aus verschiedenen, seit den 1960er Jahren durchgeführten Rettungsgrabungen sowie bauarchäologischen Untersuchungen führten zu einer detaillierten Rekonstruktion des ersten Kirchenbaus aus spätkarolingischer Zeit. Die als sogenannte Schalltöpfe darin eingebauten Gefäße stammen aus der Töpferregion Badorf/Pingsdorf im Rheinischen Vorgebirge und erlauben aufgrund ihres guten Erhaltungszustands eine Einteilung in elf Produktionsserien, die wiederum zwei Werkstattkreisen zugewiesen werden können.

 

 

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